01
Aug 2021

Wolfgang Schäuble und die »unerträgliche Überheblichkeit«

Thema: Gesundheit & Politik

Wolfgang Schäuble ist ein intelligenter Mann. Promovierter Jurist. Und  als Präsident des Bundestages nach dem Bundespräsidenten die Nummer zwei in der Hierarchie der Bundesrepublik Deutschland. Wenn sich jemand wie er in der aktuellen Situation zur Corona-Impfung zu Wort meldet, hat er sich etwas dabei gedacht. Aber was?

Einer Meldung der dpa zufolge hat Schäuble, der als Bundesfinanziminister mitverantwortlich war, dass dem Fiskus in der Cum-Ex-Äffare um unrechtmäßige Steuererstattungen für Aktienverkäufe ein Schaden in Höhe von „mindestens 55 Milliarden Euro“ entstanden ist, in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung Kritikern der experimentellen Impfung ein „unerträgliches Maß an Überheblichkeit“ vorgeworfen. Ob er sich bewusst war, dass bei diesem Fingerzeig auf Kritiker der Maßnahmen vier Finger der eigenen Hand auf ihn selbst wiesen? Wahrscheinlich war es ihm egal und er hat im Wahlkampfmodus für seine Partei die Politik von Gesundheitsminister Spahn unterstützen wollen, der ihm drei Jahre als Staatssekretär diente. Doch wenn etwas die Bezeichnung „Überheblichkeit“ verdient, dann diese realitätsferne, unaufrichtige und undemokratische Äusserung des Bundestagspräsidenten über eine täglich größer werdende Personengruppe von Menschen, die der „Impfeuphorie“ angesichts von mehr als zehntausend Toten im Zusammenhang mit den Injektionen von gentechnischen Substanzen ablehnend gegenüberstehen.

Schäuble ist intelligent genug, um zu wissen, dass seine Aussage, wonach „weltweit praktisch alle Fachleute“ sagten „Impfen hilft“ an Überheblichkeit kaum zu überbieten ist. Nimmt der Jurist doch damit für sich in Anspruch, beurteilen zu können, wer die Bezeichnung „Fachmann/Fachfrau“ verdient. Offensichtlich gehört der Chef der Pathologie am Uniklinikum Heidelberg, Professor Peter Schirrmacher nicht dazu, der nach Angaben der Ärztezeitung davor warnt, dass die „Häufigkeit tödlicher Impffolgen unterschätzt“ werde. 30 bis 40 Prozent der von Schirrmacher im zeitlichen Umfeld von einer Woche nach einer Corona-Impfung obduzierten Verstorbenen könnten „durch die Impfung“ verstorben sein.

Oder auch Dr. Robert Malone, der die Technik der „Transfektion“ menschlicher Zellen mit mRNA erfunden hat. Offensichtlich ist Schäuble nicht gewillt, diesem Experten „Fachkompetenz“ zuzugestehen, wobei er sich kaum auf eigene Kompetenz, sondern auf die Bewertung Dritter verlassen haben dürfte. Es ist mehr als realitätsfremd vom Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Möglichkeit auszuschließen, dass diese Ausgrenzung eines selbst geimpften medizinischen und mikrobiologischen Experten aus „sachfremden“ und mithin gemeinwohlschädlichen Motiven heraus geschehen sein könnte. Es ist vor allem demokratiefeindlich, dass der oberste Repräsentant der deutschen Volksvertretung weder Malone noch andere Experten wie Dr. Geert vanden Bossche zu Anhörungen eingeladen und Gelegenheit zur ausführlichen Begründung ihrer sehr spezifischen und keinesfalls grundsätzlich „impfgegnerischen“ Haltung gegeben hat. Denn wenn Dr. Malone, Dr. vanden Bossche oder andere Sachverständige und akademisch sehr erfahrene Experten richtig liegen sollten – was ohne ausführliche Debatte in Wissenschaft und Politik nicht festzustellen ist – dann wären die auf die bisherige Regierungslinie gestützten Maßnahmen zur Einschränkung von bürgerlichen Freiheiten und (u.a. was mögliche Zwangsimpfungen betrifft) auch von Menschenrechten tatsächlich haltlos.

Es ist bezeichnend, dass ein Mann an der Spitze des Deutschen Bundestages steht, der nicht nur in der Cum-Ex-Thematik und in der CDU-Parteispendenaffäre eigene Verantwortung bemerkenswert locker definierte, sondern mit seiner Ausgrenzung breiter Bevölkerungsgruppen den Interessen von ohnehin schon extrem mächtigen Lobbygruppen in die Hände spielt. Diese erhalten mit der frühzeitigen Festlegung auf Impfung als Ausweg aus der „Pandemie“ und mit der Freistellung von Haftungsrisiken bei gleichzeitiger Bestätigung ihrer Patentrechte eine Garantie auf ein Billionengeschäft, und zwar vor allem dann, wenn wie sich jetzt abzeichnet, regelmäßige „Booster“-Impfungen „notwendig“ werden. Dass die Impfung möglicherweise nicht notwendig ist, auf keinen Fall aber im beschleunigten Emergency-Use-Verfahren hätte zugelassen werden dürfen, wenn konventionelle Behandlungsalternativen zugelassen worden wären, ist an dieser Stelle schon thematisiert worden.

Wer, wenn nicht der Präsident des Deutschen Bundestages hätte darauf dringen müssen, diese von zahlreichen Wissenschaftlern aufgezeigten Alternativen ausführlich debattieren und prüfen zu lassen?

 

Terminhinweis:

Klartext-Zoom mit Poliethics-Gründer Uwe Alschner am 3. August, 20.00 Uhr

Die aktuelle Krise ist eine Krise der Politik. Kaum jemand, der sich mit den Zusammenhängen beschäftigt, die den ganzen Weltball seit Frühjahr 2020 in Atem halten, kann die Entscheidungen nachvollziehen, die in Regierungen in Bund und Ländern, so wie in den Hauptstädten der Welt unter dem Deckmantel der „Pandemiebekämpfung“ beschlossen und in Kraft gesetzt werden.

Nun steht in Deutschland eine wichtige Bundestagswahl bevor, zu der mit der Partei „dieBasis“ auch eine „Protestpartei“ antritt. Angesichts einer großen Protestbewegung hat die Basispartei sogar reelle Chancen auf einen Einzug in den Bundestag und damit auf eine Beeinflussung der parlamentarischen Entscheidungen der nächsten Legislaturperiode.

Plötzlich treten in der Basispartei ebenfalls Grabenkämpfe auf, die nur wenige verstehen, und die viele Menschen abstoßen. „Kann man denn niemandem mehr Vertrauen? Was ist nun zu tun? Ist die Basis überhaupt eine wählbare Alternative?“ Wenn Sie sich mehr Klarheit verschaffen möchten, kann Uwe Alschner Ihnen helfen, das Dickicht der Informationen zu lichten, damit Sie sich eine eigene Meinung bilden können.

Sichern Sie sich Ihren Platz im Rahmen eines exklusiven Hintergrund-Zoom-Meetings mit limitierter Teilnehmerzahl.

Poliethics. Wortschöpfung. Geschaffen 2013, bestehend aus den englischen Begriffen „Politics“ und „Ethics“ für Politik und Ethik. Gründer und Inhaber: Dr. Uwe Alschner, Lauréat du Concours der Europäischen Kommission und langjähriger Stabsmitarbeiter in der Politik.

 


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Albrecht Storz
Albrecht Storz
1 Monat zuvor

„weltweit praktisch alle Fachleute“ sagten „Impfen hilft“ , die Frage ist nur: Wobei?
Holzhacken hilft auch. Soll man also überall und alles Holz zerhacken? Ist das die Logik von den Schäubles, Merkels, Söders und Co.? Ich komme dann gerne mal bei denen Daheim vorbei …

Aber im Ernst: es soll eine Zeitenwende im Weltbild der Menschheit durchgedrückt werden: der Mensch soll sich als artifizielles Wesen fühlen, das auf Gnade und Ungnade der staatlich bzw. konzernglobalistisch gesteuerten Technosphäre unterworfen ist. So wie jeder (der es kann, sprich: das Geld dazu hat) eine Zahnzusatzversicherung abschließen muss (wenn er nicht gesellschaftlich wegen schlecht aussehender Zähne geächtete werden und auf jegliche Karriere-Hoffnung verzichten will,) um die Zusatzkosten der halbjährlichen Zahnbehandlungen abzufangen, so wird bald jeder („besser Gestellte“) eine eigene Impfschadensversicherung abschließen müssen, um eine halbwegs nützliche Behandlung für seine Impfschäden zu erhalten, die durch regelmäßige, halbjährliche Multi-Auffrischungsimpfungen verursacht werden.
Der Mensch soll sich als vollständig abhängig von kontrollierten Instanzen sehen und verstehen. Aus dem „Konsumist“, also dem Menschen, der sich durch sein Konsumverhalten definiert, sein Selbstwertgefühl daraus bezieht („Ich kaufe, also bin ich wer!“, oder wie es ein Tübinger Philosoph formulierte: „cogito ergo konsum“), dem Menschen der aktuellen Epoche also, der als Freizeitvergnügen und vermeintliche Entspanngshandlung „Shopping“ angibt (sich also mal völlig „unverkrampft und entspannt“ den Verführungen der Werbebotschaften willig hingeben und völlig plan- und absichtslos Geld für Waren ausgeben, die man eigentlich nicht braucht), soll ein Mensch werden, der nicht einmal mehr eine Wahl hat ob er konsumiert (oder „eine Spritze nimmt“) oder nicht (was man ihm bisher noch gelassen hatte).

Interessant ist, dass bei dieser Agenda der Entmenschlichung der Menschen keine etablierte Instanz existiert, die Veto einlegt. Man hätte ja vielleicht erwarten können, dass die Kirchen erkennen, dass sie die großen Verlierer der „Durchmaterialisierung“ des Denkens sind. Aber entweder hat man dort längst erkannt, dass der Zug schon lange abgefahren ist, oder die (zumindest westlichen) Kirchen sind bestens durchkorrumpiert. (Ich vermute letzteres).

Seit Nietzsche festgestellt hat, dass Gott tot ist (Nietzsche war nur der Überbringer der Botschaft!) und dieses Weltbild dann „ins wissenschaftliche“ übersetzt wurde (es gäbe keine geistige oder gar seelische Sphäre. Es gäbe nur und nichts anderes als Materie und objektiv messbare Energien, das ist das Credo des „Homo Scientificus“), also seit über 100 Jahren wird der Mensch sich selbst (unsere Bewusstseinsvorgänge seien rein mechanistisch determiniert) und der ihn umgebenden Mitmenschen und Natur entfremdet, indem jedes gedachte geistige Band zwischen uns und dem Umunsherum durchschnitten wurde: alles ist nur „actio“ und „reactio“, Ursache und Wirkung, Zahnradzahn an Zahnradzahn, Hebelangriff an Wirkort, Funktion und Mechanismus und damit als Gesamtes sinn- und bedeutungslos. Wir sind reduziert worden zu Uhrwerken die zu nichts anderem ticken als zum Selbstzweck des Tickens.

Und gewisse Kreise, die Reichen und Mächtigen, kommen dabei zum Schluss, dass sich alles schließlich um sie dreht – drehen muss, denn wie kämen sie sonst in ihre hervorragende Position – und sie deshalb das Recht hätten, alles zu kontrollieren, alles zu bestimmen, alles zu steuern und zu regeln. Ihre Ideen wären die heiligen Grale der Welt. Ihre Hybris muss die Hybris aller Menschen sein. Ihre Lösungen wären die Erlösungen.

Noch nie war die Menschheit (soweit man sie von hier aus erkennen kann, also insbesondere die „westliche Welt“) so verarmt und in so einem erbärmlichen Zustand wie heute.