20
Jan 2022

Für Kühe gelten offenbar strengere Regeln als für Menschen

Thema: Gesundheit & Politik

Von Alex Berenson

Im Jahr 2010 stellten deutsche Wissenschaftler fest, dass ein Veterinärimpfstoff von Pfizer gegen Durchfall bei Kühen eine tödliche Bluterkrankheit bei deren Kälbern verursachte.

Selbst nachdem Pfizer auf Druck aus Deutschland den Verkauf des Impfstoffs dort eingestellt hatte, verkaufte das Unternehmen das Produkt anderswo weiter. Ein hochrangiger Pfizer-Funktionär teilte britischen Landwirten mit, dass die Verwendung des Impfstoffs sicher sei und dass wahrscheinlich „andere Faktoren“ eine Rolle gespielt hätten.

Einen Monat später stellte Pfizer den Verkauf des Impfstoffs ein. Die europäischen Aufsichtsbehörden stellten später fest, dass das Risiko, an der blutenden Krankheit zu erkranken, bei 1:6000 lag. „Für eine prophylaktische Maßnahme wie die Impfung wurde diese Zahl für eine potenziell tödliche Erkrankung als inakzeptabel angesehen“, so die Aufsichtsbehörden.

Das Risiko einer durch den Covid-Impfstoff ausgelösten Myokarditis – die tödlich verlaufen kann – bei jungen Männern wird inzwischen auf 1:2000 bis 1:3000 geschätzt.

Für Kühe gelten offenbar strengere Regeln.

Sechs Wochen nach der letzten Dosis ist genug Zeit, um ernsthafte Nebenwirkungen des Impfstoffs zu entdecken. Zwei Monate sind mehr als ausreichend. Drei sind zu viel des Guten.

Sowohl vor als auch nach der Zulassung der mRNA-Covid-Impfstoffe im Jahr 2020 haben Aufsichtsbehörden, Politiker und die Medien auf diesem Punkt bestanden: Langzeit-Sicherheitsdaten seien für die Zulassung nicht erforderlich – denn Impfstoffnebenwirkungen passieren und werden schnell erkannt.

Nach Angaben der Centers for Disease Control: Nebenwirkungen treten in der Regel innerhalb von sechs Wochen nach Erhalt einer Impfstoffdosis auf…

Auch in Deutschland gilt dies und wird von zahlreichen „Faktencheckern“ und Medienportalen so verbreitet

Dr. Marks von der FDA (in seinem Keller), der seine Ansichten über die Zeitspanne erläutert, die erforderlich sei, um sicher zu sein, dass ein Impfstoff nach Abschluss der Verabreichung sicher ist. Foto: Screenshot

Daher – so Befürworter des amtlichen Impf-Kurses – war die Food and Drug Administration eher konservativ, als sie Pfizer und Moderna aufforderte, mindestens die Hälfte der Personen, die die zweite mRNA-Dosis in ihren klinischen Studien erhalten hatten, 60 Tage lang zu beobachten. Auf einer Online-Konferenz im Oktober 2020 sagte Dr. Peter Marks, der oberste Impfstoffregulierer der FDA, dass angesichts der Schwere der Pandemie und der Seltenheit von Langzeitfolgen von Impfstoffen seiner Meinung nach eine Nachbeobachtung von zwei Monaten ein angemessener Standard sei.

Dieser Standard bedeutete, dass weniger als 20.000 Menschen, die mRNA-Impfstoffe erhalten haben, zwei Monate oder länger nachverfolgt werden würden – bei Impfstoffen, die inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen weltweit erhalten haben.

Im Jahr 2006 begannen Landwirte in Deutschland, Kälber auf schreckliche Weise sterben zu sehen.

Zwischen 10 Tagen und drei Wochen nach ihrer Geburt begannen die Kälber unkontrolliert aus den Augen, den Ohren und sogar aus der Haut zu bluten. Die Landwirte nannten die Krankheit „Blutendes-Kalb-Syndrom“ oder auch „Blutschwitzen“.

Die Krankheit breitete sich von Deutschland auf andere europäische Länder aus und tötete in einigen Betrieben bis zu 15 Prozent der Kälber. Tausende starben. Wissenschaftler stellten fest, dass das Knochenmark und die Blutzellen der Kälber zerstört worden waren.

Sie nannten die Krankheit „bovine neonatale Pancytopenie„.

Als sich die Ausbrüche verschlimmerten, versuchten Wissenschaftler, Tierärzte und Landwirte mit Hochdruck, die Ursache der Krankheit zu ergründen. Könnte das Problem rassespezifisch sein? Hatte es vielleicht etwas mit dem Futter zu tun, das die Kühe erhielten? Oder vielleicht eine noch unbekannte bakterielle oder virale Infektion?

Die Antwort lautete: nichts von alledem.

Eine sorgfältige Untersuchung der Aufzeichnungen über die Kälber und ihre Mütter ergab, dass Kälber von Müttern, die mehrere Dosen eines Impfstoffs namens PregSure BVD erhalten hatten, weitaus häufiger an „Blutschweiß“ erkrankten.

Kälber, die von geimpften Müttern Kolostrum erhielten, die „Vormilch“, die Kühe und andere Säugetiere vor der Produktion von Muttermilch bilden, hatten ebenfalls ein höheres Risiko.

Das Risiko stieg mit der Anzahl der Dosen, die die Mütter erhalten hatten, so die Forscher. Bei Kühen, die mindestens drei Dosen erhalten hatten, war die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kalb erkrankte, 30-mal höher, und bei Kühen, die mindestens fünf Dosen erhalten hatten, war das Risiko mehr als 40-mal so hoch. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse 2013 in einer Studie mit dem Titel „Calf-Level Factors Associated with Bovine Neonatal Pancytopenia – A Multi-Country Case Control Study„.

Das Risiko stieg außerdem mit der Zeit stetig an – es war weitaus höher bei Kälbern, deren Mütter den Impfstoff Jahre statt Monate zuvor erhalten hatten.

 

Wer hat PregSure BVD hergestellt?

Pfizer, durch seine Pfizer Animal Health Group, die Pfizer schließlich in Zoetis umbenannte und als separates Unternehmen ausgegliederte. Pfizer führte PregSure BVD im Jahr 2004 ein und verkaufte bis 2010 allein in Europa mehr als 14 Millionen Dosen. Aus einer undatierten Preisliste geht hervor, dass der Impfstoff einen Listenpreis von etwa 10 US-Dollar pro Dosis hatte.

PregSure BVD wurde entwickelt, um die Übertragung der bovinen Virusdiarrhoe vom Muttertier auf das Kalb zu verhindern; es handelte sich um “inaktivierten” Impfstoff. Dieser Begriff bedeutet, dass der Impfstoff das eigentliche Virus enthielt, welches verändert wurde, um es an der Replikation zu hindern.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass der Impfstoff bei einigen Kühen die Bildung von “Alloantikörpern” auslöste. Das Immunsystem bildet Antikörper, um fremde Eindringlinge im Körper zu bekämpfen, aber Alloantikörper greifen stattdessen die eigenen roten Blutkörperchen an.

Diese Alloantikörper griffen die roten Blutkörperchen der Mutterkühe nicht an, aber als die Kälber sie über das Kolostrum aufnahmen, verursachten sie schreckliche Schäden. Viele Kühe produzierten die Antikörper, aber einige schienen besonders hohe Mengen davon zu bilden, und es waren die Kälber, welche dem Kolostrum dieser Kühe ausgesetzt waren, die dann krank wurden.

Der Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und der Blutungsstörung war bereits im März 2009 offensichtlich, wie die deutschen Gesundheitsbehörden 2011 berichteten. Pfizer verkaufte den Impfstoff in Deutschland jedoch noch ein Jahr lang weiter und stoppte den Verkauf nur wenige Wochen, bevor die deutsche Regierung Ende April 2010 offiziell eine Untersuchung des Medikaments einleitete.

 

Dennoch verkaufte Pfizer PregSure BVD weiterhin in anderen europäischen Ländern, und im Mai erklärte Dr. Ed Ferguson, ein Vertreter des Unternehmens, gegenüber einer Zeitung für britische Landwirte, dass „ein kausaler Zusammenhang zwischen Pregsure BVD und BNP (bovine neonatale Panzytopenie) nicht nachgewiesen“ wurde.

Einen Monat später stellte Pfizer den Verkauf von PregSure BVD weltweit ein. Dennoch beharrte das Unternehmen weiterhin darauf, dass es seinen Impfstoff nicht für unsicher halte.

„Die derzeit auf europäischer Ebene verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass BNP wahrscheinlich eine multifaktorielle Ursache hat“, erklärte Pfizer einer irischen Zeitung im September 2010, als die europäischen Aufsichtsbehörden den Impfstoff offiziell zurückriefen. „Der Zusammenhang zwischen BNP und der Verwendung von PregSure BVD ist nicht eindeutig.“

Letzten Endes war dieser Zusammenhang eindeutig. Bis es soweit war, haben die Zulassungsbehörden und Pfizer die gefährdeten Kälber nicht weiter jenem Impfstoff ausgesetzt.

Dieser Beitrag erschein zuerst bei Alex Berenson auf Underreported Truths. Abonnieren Sie Unreported Truths

Alex Berenson ist ein ehemaliger Reporter der New York Times und Autor von 13 Romanen, drei Sachbüchern und der Reihe „Unreported Truths“ (Wahrheiten, über die nicht berichtet wird). Sein neuestes Buch »PANDEMIA, on the coronavirus and our response to it« wurde am 30. November veröffentlicht.

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Uwe Alschner

 

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pol. Hans Emik-Wurst
5 Monate zuvor

Warum Gespritzte im Stich gelassen werden, belegt die Reportage von Servus TV. Das ist kein Wortspiel, sondern eine Haftungsfrage. Den Erfindern der Giftspritzen ist hundertprozentig bewusst, was sie tun! Nur deshalb haben Staaten Haftung übernommen, weil die verantwortlichen korrupten Politiker geschmiert sind.

Was bedeutet der Ausdruck „einen Stich haben“ oder „einen Knall haben“? Lesen Sie selbst! Die Liste der Verrücktheiten ist sehr umfangreich! Jetzt verstehe ich auch, warum Karl Knall in der BRD Bundesgesundheitsminister geworden ist. Früher hatten die Gespritzen eine Spahnplatte vor dem Kopf, jetzt sind sie durchgeknallt.

GoAlive
GoAlive
Antwort an  pol. Hans Emik-Wurst
5 Monate zuvor

Den Erfindern der Giftspritzen ist hundertprozentig bewusst, was sie tun!“

Es gab 2017 eine Studie

Kramps, Thomas; Elbers, Knut (2017). [Methods in Molecular Biology] RNA Vaccines Volume 1499 || The European Regulatory Environment of RNA-Based Vaccines. , 10.1007/978-1-4939-6481-9(Chapter 13), 203–222. doi:10.1007/978-1-4939-6481-9_13

die sich mit den Regularien der EMA für mRNA-Vaccines beschäftigt hat.

Ausgehend von der Feststellung, dass es sich bei der Aussage der RL 2009/120 im Anhang „TEIL IV ARZNEIMITTEL FÜR NEUARTIGE THERAPIEN in Ziffer 2 um einen wissenschaftlich völlig unbegründeten Zusatz handelt:

Gentherapeutikum

Unter einem Gentherapeutikum ist ein biologisches Arzneimittel zu verstehen, das folgende Merkmale aufweist:

a) Es enthält einen Wirkstoff, der eine rekombinante Nukleinsäure enthält oder daraus besteht, der im Menschen verwendet oder ihm verabreicht wird, um eine Nukleinsäuresequenz zu regulieren, zu reparieren, zu ersetzen, hinzuzufügen oder zu entfernen.

b) Seine therapeutische, prophylaktische oder diagnostische Wirkung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der rekombinanten Nukleinsäuresequenz, die es enthält, oder mit dem Produkt, das aus der Expression dieser Sequenz resultiert.

Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten sind keine Gentherapeutika.

erläutern die Autoren in der Folge, was das für Auswirkungen auf die Verfahren bei der EMA hat. Eine der sichtbarsten Auswirkungen ist die Zuständigkeit: anders als bei z.B. mRNA-Vakzinen gegen Krebs ist nicht mehr das Committee for Advanced Therapies (CAT) zuständig, das auf die Zulassungsprüfungen von Gentherapien spezialisiert ist, sondern das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) zuständig, das von Aspirin über andere „normale“ Arzneien alles prüft und keine Ahnung und Erfahrung mit Gentherapien hat und deren Prüfungsunterlagen dafür auch nicht geeignet sind.

Weiter stellen die Autoren das Folgende unumwunden fest:

Es gibt keine spezielle Leitlinie, die sich mit der präklinischen Bewertung von mRNA-Vakzinen befasst. Die präklinische pharmakologische und toxikologische Bewertung von mRNA hängt weitgehend von der zu behandelnden Krankheit und der Art der Verabreichung ab. Das folgende Beispiel mag diese Tatsache verdeutlichen. Impfstoffe werden in der Regel lokal, intradermal oder intramuskulär verabreicht. Pharmakokinetische Studien sind daher normalerweise nicht erforderlich [63]. Andererseits werden mRNAs, die für die therapeutische Krebsimpfung bestimmt sind, manchmal systemisch über den intravenösen Weg verabreicht. Bei einmaliger oder wiederholter systemischer Verabreichung scheint die Bewertung der pharmakokinetischen Parameter sowohl unter Sicherheits- als auch unter Wirksamkeitsgesichtspunkten wichtig zu sein. Relevante Plasma-PK-Parameter im Falle einer systemischen Verabreichung sind Exposition, Clearance und Akkumulation. Aufgrund der erhöhten Stabilität, die durch die Komplexbildung mit geeigneten Substanzen erreicht wird, könnte sich mRNA bei wiederholter Verabreichung über einen bestimmten Zeitraum im Plasma anreichern oder dort verbleiben. Dies wiederum könnte bedenklich sein, da mRNA per se immunstimulierend wirkt und die Sekretion von pro-inflammatorischen Zytokinen induzieren kann. (übersetzt mit deepl.com)

Die Untersuchung kann hier ausführlich abgerufen werden:
https://sci-hub.hkvisa.net/10.1007/978-1-4939-6481-9_13

Der Clou:

Neben den beiden Hauptautoren haben weitere an der Arbeit mitgewirkt. Zwei sehr vertraute Namen sind dabei:

  • Ugur Sahin und Özlem Türeci

Nachlesbar hier: https://link.springer.com/protocol/10.1007%2F978-1-4939-6481-9_13

Mit anderen Worten: der Hersteller, der zuvor Krebsimpfungen entwickelt hat der immer wieder an der dafür zuständigen EMA-CAT gescheitert zu sein scheint, hat mituntersucht, wie die Sachlage wäre, wenn die mRNA gegen eine Infektionskrankheit eingesetzt wird. Es wird korrekt konstatiert, dass dafür die Regularien und die Kompetenz bei der EMA fehlt, um in einem allgemein gehaltenen Schlusswort davon abzulenken.

Besser kann man die vorsätzliche Nutzung einer fehler- und lückenhaften Regulierung durch BioNTech nicht beweisen. Nur wer ist „man“?