03
Jun 2010

Phytoöstrogene

Thema: Gesundheit & Politik

Heute habe ich von einer Freundin, die weiß, wie sehr ich mich für Vitalstoffe interessiere, eine Frage bekommen, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

Frau G****, Krankenschwester und selbstständige Wellnesstherapeutin, meint das eine längere Einnahme von Phytoöstrogenen ( z.B. Soja etc.) bei Frauen Brustkrebs erzeugen kann.

Das habe ich ihr geantwortet:

Hallo, ich habe mal etwas recherchiert. Hier, hier und hier meine ersten Fundstellen. Du findest sicher auch welche.

In allen (!) Quellen finde ich den Hinweis, dass Phytoöstrogene eine Alternative zu Hormonpillen bei Wechseljahresbeschwerden (Klimakterium) sein können.
In einer (!) von mehreren Studien wurde festgestellt, dass im Tierversuch an Mäusen (!) eine bestimmte Art des Mammakarzinoms (Brustkrebs) durch Phytoöstrogene im Wachstum begünstigt schien. Dies wurde bisher noch nicht in in-Vitro Versuchsreihen an menschlichen Zellen bestätigt.

Vor diesem Hintergrund würde ich – wenn ich Produzent von Hormonpillen wäre – auch sicher daran interessiert sein, die „Risiken“ von billigen und natürlichen Alternativen zu betonen. Oder Wissenschaftler „belohnen“, die solche Risiken beleuchten. Insofern gäbe es also eine Begründung für solche „Warnungen“.

Was mir auch auffällt: In diesem Artikel heisst es, die Phytoöstrogene können nur richtig verstoffwechselt werden, wenn die Datmflora „gesund“ und aktiv ist. Bei Antibiotikaeinsatz ist sie das nicht! Und hat es auch schwer, hinterher wieder in das Gleichgewicht zu kommen!
Somit ist es theoretisch gut möglich, dass etwaige nachteilige Effekte von Phytoöstrogenen auf geschädigte Darmflora zurückzuführen wären. Welche Frau – hier interessieren die Männer mal nicht – hat nicht schon mal Antibiotika verschrieben bekommen und genommen? Und welche von denen hat danach eine Darmsanierung mit Aufbau der Darmflora gemacht?

Aus meiner Sicht spricht also viel für die Pflege eines gesunden Darms! Und wenig gegen Phytoöstrogene. Aber: ich bin nur interessierter Laie 😉


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Elke Ringmann
Elke Ringmann
14 Jahre zuvor

Hinzuzufügen wäre eventuell noch, dass Soja natürlich nicht gleich Soja ist, es natürlich auch hier auf Anbau und Verarbeitungsmethoden ankommt, die eine erhebliche Rolle für die bewertung von „gesunden“ Lebensmitteln respektive „lebendigen“ Mitteln spielen. Bei den Asiatinnen spielen seit Jahrhunderten pflanzliche Östrogene, auch Phytoöstrogene (sogennnate Isoflavone) eine wichtige Rolle. So sind Rotklee und Soja besonders reich an Isoflavonen. Aber auch Kräuterpflanzen wie Wild Yam, Dong Quai, Traubensilberkerze, Schizandra, asiatische Wassernadel oder der Sibirische Ginseng sind bspw. aus der chinesischen Medizin nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, die Menopause für die Frau erträglicher zu gestalten. Richtig ist in jedem Fall der bereits hier geäußerte Hinweis, auf die jeweilige Quelle zu achten, von der entsprechende Aussagen bzw. Informationen stammen.

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