13
Apr 2024

Das “Opfer” Reiner Fuellmich und die “Macht um Acht“

Thema: Gesundheit & Politik

Die RationalGalerie lenkt die Debatte um Reiner Fuellmich. Absicht?

Die Debatte um Reiner Fuellmich ist in eine neue Phase getreten. Nach der Osterpause ist im Göttinger Gerichtssaal und in der Öffentlichkeit ein “Dossier” bekannt gemacht worden, welches Reiner Fuellmich als das Opfer staatlicher Überwachung darstellt. In dem Zusammenhang sei daran gearbeitet worden, ihm das passive Wahlrecht durch ein hohes Strafmaß zu nehmen. Es erschienen zudem mehrere längere Beiträge in gleicher Richtung, die “staatliche Willkür” gegen Fuellmich anprangern und seine “Verfolgung”. Kaum jemand interessiert sich für die Frage, wie es zu dieser Situation kommen konnte, und was der diesbezügliche Beitrag Reiner Fuellmichs war.

Das überrascht insofern, als der Einsatz für Transparenz und demokratische Rechenschaft, an denen es staatliche Stellen während der “Pandemie” (und offensichtlich schon sehr viel länger davor) so krass haben mangeln lassen, jene, die sich berufen fühlen, den “Kampf” zu führen, zu besonderem Vorbild ermahnt. Finanzielle Intransparenz und Unaufrichtigkeit in öffentlichen Erklärungen über die eigene Vergangenheit sind alles andere Tugenden, die zu hohen Ämtern befähigen oder gar berechtigen.

In dieser Hinsicht hat Reiner Fuellmich zunehmend mit Glaubwürdigkeitsproblemen zu kämpfen, da ihn seine Vergangenheit als Anwalt, der unliebsame Kritiker mächtiger Organisationen mit “schwarzer Propaganda” überzog, nun einzuholen scheint. Dabei handelt es sich nicht um “olle Kamellen”, die für heute keine Relevanz mehr haben, sondern um wachsende Zweifel, wem Reiner Fuellmich seinerzeit tatsächlich gedient hat, als er nach eigener Aussage als “Verbraucheranwalt” gegen Banken und große Konzerne vor Gericht zog.

Es geht hierbei keinesfalls darum, zu leugnen, dass er solche Aktivitäten betrieb. Auch nicht, dass dabei nicht von Fuellmich auch durchaus “Erfolge für Kleinanleger” verzeichnet wurden. Es geht vielmehr um eine genaue Analyse der Hintergründe. Beispielsweise der Frage, warum Fuellmich vorzugsweise solche “zweifelhaften Finanzmakler” angriff, die sich erfolgreich gegen die Unterwanderung durch Scientology widersetzt hatten, aber keine tatsächlichen scientologischen Finanzmakler (von denen es in den 1990er Jahren vor allem in den neuen Bundesländern zahlreiche gab)? Oder welche Banken er angriff, und welche nicht.

Dahinter steht die Frage: Cui bono? Und es steht die Frage dahinter, ob sein Wirken, welches damals maßgeblich mit dazu beitrug, dass sich die Szene der Kritiker (damals gegen Scientology) heillos zerstritt, irgendwie heute wiederfindet? Gerade in dieser Hinsicht ist es auffallend, dass es immer wieder Reiner Fuellmich war, der in seinen Formulierungen persönlich verletzend gegen Gegner wurde. Dass sich ein angeschlagener Ton in einer homogenen Umgebung (hier der Fangemeinde von Reiner Fuellmich, die neben einigen Agents Provocateurs sehr viele Menschen umfasst, die (noch) echte Dankbarkeit für Fuellmichs Arbeit empfinden. Diese war ja auch in weiten Teilen im und außerhalb des Corona-Ausschusses durchaus erfolgreich und wichtig. Doch auch hier gilt die Gesamtschau. Wem nützte es? Was ist originär der Beitrag Reiner Fuellmichs gewesen, und was hat er verstärkend von anderen aufgenommen und weitergegeben? Ganz sicher sind die Erfolge des Corona-Ausschusses nicht nur das Werk von Viviane Fischer. Ebensowenig ist sie für die Fehler alleine verantwortlich.

Dass Fehler gemacht wurden, steht außer Zweifel. Dass es deswegen zu einer Anzeige kam, ist vor allem Reiner Fuellmichs Entscheidungen geschuldet, sich aus den Mitteln der sogenannten Corona-Sammelklage einen privaten Kredit gewähren zu lassen. Er hat sich mit den Hafenanwälten eingelassen. Er hat die Mandate übernommen und offenbar lapidar damit die Darlehnsschuld als hinfällig betrachtet. Die Frage muss erlaubt sein: Kann es Zufall sein, dass einem juristischen Profi, wie Reiner Fuellmich einer zu sein vorgibt, derartiges unbeabsichtigt widerfährt? Von den Pannen bei der Abwicklung des Hausverkaufs ganz zu schweigen, die ausgrechnet in weiten Teilen einem Muster entsprechen, welches Fuellmich aus seiner Zeit als Verbraucheranwalt aus dem Effeff kannte. Das soll Zufall sein?

Es wirkt eher wie eine gezielte Psy-Op.

Ganz zufällig ist Reiner Fuellmich nach einer Zeit hoher Popularität nun ein ideales “Opfer” für die Machenschaften dunkler Mächte. Also von Mächten, die im Verborgenen wirken. Die “okkult“ sind.

Scientology ist ein Paradebeispiel einer solchen okkulten Macht. Die zusätzlich noch kultische Elemente von außerirdischer Spiritualität enthält. Mathew Crawford und Matthew Ehret haben ausführlich über die Verbindungen von Scientology zu Geheimdienstkreisen (die wiederum – wie von David Hughes gezeigt – enge Verbindungen zur Wall Street haben).

In diesem Zusammenhang könnte es relevant sein, zu überprüfen, in welcher Weise Reiner Fuellmich hier in seinen Erklärungen eigener Taten und Motive glaubwürdig ist. Vor einem Hintergrund von überraschend dichten Kontakten zu Personen aus dem Umfeld von Scientology. Und auch vor dem Hintergrund, dass seine Hausbank eine Tochter der Warburg Bank war. Warburg? Wall Street?

Vielleicht sind das alles Zufälle. Vielleicht aber auch nicht.

Insofern ist es erstaunlich, dass eine Plattform, deren Herausgeber der alten Dame Tagesschau mit seinem Programm „Die Macht um Acht” ihre journalistischen Defizite unter die Nase reibt, sich so schwertut, einen um 16.08 Uhr unter der laufenden Nummer #40205 eingereichten Kommentar auf den dort abgedruckten Beitrag “Die Verfolgung des Reiner Fuellmich” unterschlagen sollte. Alle nachfolgenden Kommentare haben höhere Nummern. Es fehlt in der Reihe bis 40216 nur noch der Kommentar #40207. Warum wurden diese beiden Kommentare wegmoderiert?

Mein Beitrag hatte folgenden Wortlaut:

Uwe Alschner
12. Apr 2024 | 16:08:26 #40205
Es ist bedauerlich, dass bei fast allen Berichten – so auch hier – die „Verfolgung“ in den Mittelpunkt gerückt wird. Zu wünschen wäre, dass beachtet wird, was Herr Fuellmich unter umständen dazu beigetragen hat, dass es zu dem gekommen ist, was hier „Verfolgung“ genannt wird. Und auch, dass die Details nicht unnötig überdramatisiert wurden.
Inzwischen dürfte klar sein, dass es erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Reiner Fuellmich gibt. Vor diesem Hintergrund darf man bedauern, dass es soweit gekommen ist. Doch eine unkritische Darstellung tut der kritischen Öffentlichkeit keinen Gefallen.

»Füllmich war am 13. Oktober 2023 in Mexiko, ohne dass ein internationaler Haftbefehl vorlag, festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden, wo er unverzüglich inhaftiert wurde.«

Es mag unwesentlich erscheinen, aber Herr Fuellmich ist in Mexiko nicht festgenommen worden, und er wurde nicht ausgeliefert. Er wurde, wegen Visaproblemen, abgeschoben. Wäre es nicht angebracht zu fragen, wie das Ehepaar Fuellmich seine Reisepässe aufbewahrt? Dass ausgerechnet beide gleichzeitig abhanden kommen, ist schon ungewöhnlich, finden Sie nicht?

Dass ein Beschuldigter in Untersuchungshaft gelangt, wenn Fluchtgefahr besteht, ist an sich nichts ungewöhnliches. Dass Fluchtgefahr erkannt werden konnte, wurde ja sogar von seiner Anwältin eingeräumt. Immerhin hat Herr Fuellmich mehrfach öffentlich abschätzig über das Land gesprochen, aus dem er und seine Frau sich verabschieden wollten. Insofern wäre durchaus interessant zu erfahren, wie die Auskünfte lauteten, die seine Kanzleiangestellten den Polizeibeamten gaben, als diese sich – ebenfalls von den Anwälten bestätigt, nach dem Aufenthalt von Herrn und Frau Fuellmich erkundigt haben

Dieses eher unbedeutende Detail zeigt, dass die Berichterstattung über die Strafsache Fuellmich nicht von Objektivität geprägt ist. Wäre sie das, würde dem Ausgangskonflikt im Sommer 2022 eine größere Bedeutung beigemessen, ebenso wie der für jeden Journalisten mit Handwerksgeschick zu recherchierenden Vorgeschichte aus den 1990er Jahren. Damals hat sich Herr Fuellmich ausweislich mehrerer rechtskräftiger Urteile in höchst rechtswidriger Weise in verleumderischer „schwarzer Propaganda“ – mithin „jener Strategie bediente, wie sie auch von der Scientology-Organisation eingesetzt wurde.” [Landgericht Hamburg, AZ 324 0510/99] bediente.

Den diese Sache beleuchtende Berichterstattung im Beitrag „Das Netz“ vom 28.7.1999 hat Herr Fuellmich fälschlicher Weise als „von vorne bis hinten erstunken und erlogen“ bezeichnet. Zudem hat er den Eindruck erweckt, als hätte das Hamburgische Oberlandesgericht in einem von ihm gegen den Film angestrengten Verfahren in der Sache entschieden. Auch das ist nicht der Fall gewesen. Herr Dr. Fuellmich hat eine einstweilige Verfügung ohne mündliche Verhandlung erwirkt – und zwar gegen die Ausstrahlung einiger Zitate. In der Sache hat eine andere Kammer später rechtskräftig entschieden, dass die Berichterstattung – zumindest im Hinblick auf eine in den Bereich des Möglichen gezogene Instrumentalisierung der Frau Ursula Caberta (Leiterin der AG Scientology der Innenbehörde im Hamburger Senat) – nicht zu beanstanden war. Zu den von Fuellmich angegriffenen Zitaten gehörte auch die Äusserung der Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe Robin Direkt, Renate Hartwig, Herr Fuellmich erledige „die Drecksarbeit“ für Scientology. Gegen diese Äusserung hat Herr Fuellmich Frau Hartwig nie in Anspruch genommen. Warum nicht?

Angesichts der Herkunftsgeschichte jener Organisation, für die nach Aussage der Frau Hartwig nicht nur „Mitglieder“ arbeiten, ist es verwunderlich, dass nicht kritischer die Aussage von Herrn Fuellmich unter die Lupe genommen wird, er habe mit Scientology nichts zu tun. Er hat sehr wohl Bemühungen unternommen, „eine bekannte Scientology-Kritikerin [ = Hartwig ] zu diskreditieren“. [LG Hamburg, 324 0 510/99].

Die Frage ist: warum hat er diese Tatsache bisher geleugnet?

Vor diesem Hintergrund bekommen die wiederholten Versuche Fuellmichs, seine Kritiker im Corona-Ausschuss persönlich zu diskreditieren (u.a. BILD vom 26.09.2022) eine durchaus relevante Bedeutung. Denn diese haben, zumindest im Hinblick auf Verfügungen Fuellmichs zugunsten seiner Kanzlei in Höhe von fast 30.000 EUR pro Monat aus den Mitteln des Corona-Ausschusses, wohl aber auch im Hinblick auf andere Vorgänge, berechtigte Fragen erhoben.

Diese Fragen verlieren nichts an Relevanz, wenn andere Verfahrensbeteiligte selbst in fragwürdiger Weise vorgegangen sein sollten. Es geht m.E. nicht um die Verfolgung von Reiner Fuellmich, sondern um seine Glaubwürdigkeit!


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Werner
Werner
1 Monat zuvor

1) Zu diesem Fall habe ich noch keine abschliessende Meinung, vielleicht sollte man das Gerichtsverfahren abwarten.
2) Wer selbst Beiträge löscht (mehrere Beiträge von mir hier in diesem blog) wie Uwe Alschner sollte sich sich nicht beklagen, wenn ihm Gleiches widerfährt.
3) Man muß immer auch die andere Seite hören, das bedeutet für mich Klartext.
4) Offenbar hat sich der tiefe Staat eingeschaltet und es wurde z.B. von Staatsanwalt und Anzeigerstattern und der deutschen Botschaft in
Mexiko ein Komplott geschmiedet.
5) Hier zum Beispiel andere Stimmen, Wolfgang Effenberger
https://uncutnews.ch/der-prozess-gegen-dr-reiner-fuellmich/

Goalive
Goalive
1 Monat zuvor

Im Laufpass wird mein Kommentar, in dem ich kurz begründe, weshalb die Hafenanwälte (juristisch) im Recht und das Dossier ein Fake sein könnte, mit der abschliessenden Bemerkung, dass ich gespannt bin, ob sich beide Thesen bestätigen, erst gar nicht veröffentlicht.

Ob Füllmich Scientologe ist oder nur narzisstisch massiv gestört oder einfach nur der Hauptmann von Kö.. göttingen, weiss ich nicht. Falls er dazu gehört, dann auf dem Weg zum Clear – das ist einer, der Audits absolviert (für viel Geld ….?) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Clear_(Scientology).

Statt zu rätseln um den letztlich überbewerteten Füllmich – er bedient sich ausschliesslich bei fremdem Know-How und ihm ist nichts von alldem gelungen, was er vollmundig angekündigt hat, dafür stellt er sich stets sofort vor fremde Erfolge – , kann man es zum Anlass nehmen, zu erkunden, wie Scientology und auch die Wellness-Gurus., die sich aus den Veden bedienen, arbeiten.

Bei all den Initiationsriten geht es immer darum, den Interessenten derartig fertig zu machen, dass er kaum noch stammeln kann. Dafür muss viel Geld bezahlt werden. Diese mentale Leere wird dann gefüllt mit den Lehren der Sekte. Es wäre böse zu rätseln, ob er dafür das Darlehn der SCA und der Sammelkläger uber 1.3 Mio verwendet hat?

Vielleicht Dagmar Schön fragen, Cohost von Füllmich bei ICIC und Osho-Anhängerin auch
noch heute.

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
Goalive
Goalive
Antwort an  Uwe Alschner
1 Monat zuvor

Das ist richtig.

Goalive
Goalive
1 Monat zuvor

Im Übrigen: ich finde Ihren Beitrag fundiert, und Sie stellen m.E. die richtigen Fragen.

Das ist wohltuend in einem Klima, in dem sich leider derzeit das Narrativ vom armen, unschuldig verfolgten Widerstandskämpfer pilzartig auszubreiten scheint. Danke dafür.

Es gibt eine Menge Leute, die vor Gericht standen und stehen, bei denen man zurecht von Verfolgung sprechen kann, weil sie wirklich mutig waren, anderen geholfen haben und dabei (beinahe oder tatsächlich) ihre Existenz verloren.

Sie mit jemandem zu vergleichen, der sich zweifelsfrei finanziell reichlich aus den Töpfen des Ausschusses bedient hat für den eigenen Nutzen (es ist ja nicht so, dass er damit irgendwem geholfen und ihn unterstützt hat – ausser seine eigene Kanzlei, die lt. Staatsanwalt zuvor 6stellig in den roten Zahlen war), genau und nur das, ist eine Beleidigung für die, die wirklich und wirksam widerstehen.

Dagegen steht ein Fangemeinde, die behauptet, er habe ihnen Kraft und Mut gegeben. Was ich zur Kenntnis nehme, persönlich aber nicht nachvollziehen kann. Wenn es denn so ist, dann hat es dennoch absolut NICHTS mit der Tatsache zu tun, dass er sich an den Töpfen der Gesellschaft privat bedient.

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
Goalive
Goalive
1 Monat zuvor

Noch eines zum Thema Lernfähigkeit:

Zu Beginn kannte man nur die von Schön kolportierte ‚Entführung‘ zusammen mit dem Narrativ, die Hafenanwälte hätten sich zu Unrecht den Betrag von 1.1 Mio unter den Nagel gerissen. Auf diesem Narrativ verharren die Fans bis heute.

Mich hat daran gestört, dass es keinen Sinn macht. Es macht keinen Sinn, dass die Hafenanwäkte ihn zuerst bestehlen und dann verhaften lassen – das ist die Story, auf die sich seine Verteidigung bis heute stützt.

Deshalb habe ich mir die Berichterstattung des Prozesses insbesondere hier
https://m.youtube.com/@ProzessbeobachtungReiner-ue1kc
angehört, denn diese Frau macht das ziemlich gut, auch wenn sie tendenziell pro Füllmich ist.

Es sind die Zeugenaussagen von Hoffmann und Antonia Fischer, die mich begreifen lehrten, welches Motiv und welche Berechtigung sowohl die Anzeige als auch die Verhaftung gehabt hatten. Ebenfalls wurde durch Füllmichs eigene Aussagen klar, dass er nicht vorhatte, das Geld an die Eigentümergesellschaft zurückzuführen, und Viviane Fischers Aussage dazu, dass er weder eine Grundschuld noch ein notarielles Schuldanerkenntnis bereitstellen wollte, ergänzte, was er selbst im Prozess vollmundig kundtut.

So ist mir deutlich geworden welche Motive – Gefahr der Insolvenz und der Insolvenzverschleppung – die Hafenanwäkte dazu veranlassten, das Geld mit Hilfe ihres Kollegen zu Recht einzuziehen. Freilich hätte man ihn in Mexiko lassen können. Aber hier mag der Wunsch, ihn zur Verantwortung u ziehen, den Ausschlag gegeben haben.

War es nötig, in anzuzeigen? Nein, aber es ist auch nicht einzusehen, dass er mit diesen Vermögensverschiebunge zu Lasten der Gesellschft ungeschoren bleibt.

So habe ich durch den Prozessverlauf verstanden, wie die Dinge wirklich zusammenhängen – und auch, dass Füllmich und VFischer offenbar sehr leichtsinnig mit den Mio umgingen, beide.

Es stehen noch 6 Verhandlungstage an, in denen wohl eher buchhalterische Details das Thema sind. Ich werde mir das auch anhören.

Ich beschreibe das so ausführlich, um zu zeigen, dass eine genauere Kenntnis des Sachverhalts helfen können, das Füllmichsche Narrativ zu hinterfragen. Seine Geschicht ‚alle sind böse und verfolgen mich‘ stimmt einfach nicht, wenn man genauer hinsieht.

Das Dossier ist ein Witz: zur Hälfte eine Laudatio über Füllmichs Vita. Keine Behörde würde das so formulieren. Ich habe eine These zu Funktion und Herkunft des Dossiers. Und ich bin gespannt, ob sie sich bewahrheitet ..
Damit beende ich meine wortreichen Beiträge hier.
Grüsse aus Wannsee;-)

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
Goalive
Goalive
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

Um bezogen auf die og. Beendigung wortbrüchig zu werden:

der og. Beitrag enthält meine These über den Sachverhalt, die ich derzeit für besonders plausibel halte!

Freilich sollte man nicht ausschliessen, was V Fischer und auch Ihr Beitrag als These abieten, nämlich eine Kooperation Füllmich-Templin, um das Geld und ihn selbst rein zu ‚waschen‘.

Dazu allerdings sind sehr komplexe Überlegungen nötig.

– Ist Füllmichs zur Schau getragene Verachtung für die Hafenanwälte nur ein Trick, um V Fischer auszubooten bzw um am Ende einer siegreichen Verhandlung implementiert zu werden, fälschlich den Anhängern den Glauben zu vermitteln, er habe für sie ‚gesiegt?

– Das Dossier geschaffen, um seine (falsche) Heldenrolle zu beglaubigen, weil sogar seine ‚Feinde‘ sie artig in einer Laudatio bestätigen?

Im Sinn der Scientologie ist auch das denkbar, ja sogar wahrscheinlich dann, wenn man deren Rolle und Absichten mitdenkt.

Insofern: Lernfähigkeit ist ein Prozess, ein Prüfen von denkbaren Szenarien und ein abwägen. Verifikation könnte am Endee das Urteil sei, das ihm zubereitet wird.

Stephan
Stephan
1 Monat zuvor

Solange die Hafenanwälte nicht einwandfrei nachweisen können, daß sie vollen Anspruch auf die „sichergestellte“ Summe von knapp 1,2 Mio Euro haben ist Herr Füllmich für mich unschuldig im Gefängnis. Punkt!
Das andere, nunmehr 25 Jahre alte Thema hat damit nichts zu tun.
Ich frage mich nur, warum sich der Herr Alschner jetzt da so reinhängt?
Ich bin schon sehr gespannt auf die noch folgenden Aussagen.

Stephan
Stephan
Antwort an  Uwe Alschner
1 Monat zuvor

Mich interessiert nicht die allgemeine Glaubwürdigkeit des Herrn Füllmich,
sondern die Schuldfrage in diesem Prozess.
Insofern bleibe ich bei meiner Aussage.
Man sollte beides nicht vermischen, so etwas nennt man dann Vorurteil.

Goalive
Goalive
Antwort an  Stephan
1 Monat zuvor

Ist denn von den 1,3 Millionen, die sich Füllmich von der Gesellschaft (700.000) und von den Sammelklägern (600.000) hat ausbezahlen lassen, nach 3 Jahren wirklich gar nichts mehr übrig?

Ich bin immer wieder erschüttert, dass seine Gattin nebst Team derzeit wieder betteln gehen müssen.

Sie sollten besser fragen, was er mit dem hohen Betrag gemacht hat. 5 gescheiterte Sammelklagen werden es doch wohl nicht aufgezehrt haben, auch wenn er das – für Südafrika gegenüber VF nachweislich fälschlich – behauptet hat. Auch die Maori haben ihren (rechtlich nicht relevanten) Prozeß inzwischen ohne ihn hinbekommen.

In welchen „Wertspeicher“ er das wohl
investiert hat?? Oder hat er den Rest für mildtätige Zwecke verwendet, Impfopfern geholfen, Kollegen unterstützt? Man weiss es nicht. Bislang hat Füllmich noch für niemanden etwas getan – ausser für sich. Darin ist er glaubwürdig.

volmer mona
volmer mona
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

Sie vergessen, dass Herr Füllmich an einer Veranstaltung teilnahm, in der er kurz zuvor gewarnt wurde, dass jemand bestimmtes daran teilnehmen würde, mit der Absicht Herrn Füllmich zu schädigenihn schädigen.. Füllmich versuchte diesen Menschen auszumachen, aber er entdeckte ihn nicht. . Die Veranstaltung wurde teilweise auf dem Video festgehalten. Als die Videoaufnahme gestartet wurde, wurde hinter seinem Rücken, ein Scientolgy-Plakat gezeigt Genau dieses Video wurde dann im Fernsehen gesandt, um den Ruf des Herrn Füllmich zu schädigen. Sein Sohn rief ihn an, er solle sich im Fernsehen ansehen, denn da würde ein Angriff auf seine Person gezeigt. Da erst erführ Herr Füllmich, von dem Plakat, dass hinter seinem Rücken gezeigt wurde. Es ist doch kein Wunder, dass man alles tut, eine Person auszusschalten, die sich anlegte mit Banken usw. Schön, wunderbar, dass Sie nun auch in dieses Horn blasen……um Reiner Füllmich mit allen Miltteln zu schädigen Weiter so…..anstatt alles zu hinterfragen .

Goalive
Goalive
Antwort an  volmer mona
1 Monat zuvor

Auf welche meiner Aussagen beziehen Sie sich denn? Meine Kommentare hier handeln zum einen von Fragen und Szenarien zum Hergang des derzeitigen Tatverdachtspunkte, zum anderen von Beobachtungen zu seiner Persönlichkeit, wie sich zunehmend zeigt. Von einem Plakat weiß ich nichts.

volmer mona
volmer mona
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

übrigens ich war selbst eine länger Zeit mit einer Scientologin befreundet, ohne es zu wissen. Erst viel später erfuhr ich es und als ich dann recherchierte, wurde mir einiges klar, und zog entsprechende Konsequenzen… Ist man durch Kontaktschuld schuldig?

Goalive
Goalive
Antwort an  volmer mona
1 Monat zuvor

Sie scheinen sich auch hier nicht auf einen Post von mir zu beziehen, ich schrieb weiter oben: „ob Füllmich Scientologe ist .. weiß ich nicht.“

Sie scheinen aufgeregt und verfehlen den sachlichen Inhalt meiner Kommentare nun schon zum zweiten Mal. Mehr Besonnenheit wäre hilfreich.

volmer mona
volmer mona
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

übrigens, Herr Templin, auf dessen Konto die Summe von !,1…Millionen des Hausverkaufs gelandet ist, hat Konkurs angemeldet, auch das können Sie recherchieren

Goalive
Goalive
Antwort an  volmer mona
1 Monat zuvor

Die mir bekannte Insolvenz betrifft Robert Cibis und Ovalmedia, nicht Marcel Templin. .

Templin ist selbstständiger Rechtsanwalt und er ist kein Mitglied eingetragener Unternehmen, wie sich leicht übetprüfen lässt. Er ist aber Mitglied der Sammelklage GbR. Wenn die insolvent wäre, würde das alle ihre Gesellschafter betreffen, auch Füllmich, Weissrnborn, Behnke etc.

Sollte seine Kanzlei und damit er privat insolvent sein, verlinken Sie bitte Ihre Informationsquelle.Davor gehe ich von einer Verwechslung mit Cibis aus und von einem sorglosen Umgang mit Tatsachen Ihrerseits.

Goalive
Goalive
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

Frau Volmer Mona

Sie schulden noch immer den Beleg des Gerüchts, das Sie gestreut haben von Templins angeblicher Insolvenz.

Sollten Sie den nicht beibringen und sich auch nicht entschuldigen, handelt es sich um üble Nachrede
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__186.html

Der ‚Witz‘ in diesen Zeiten ist ja, das jeder bemüht ist, die Gegenseite unsubstantiiert mit Dreck zu bewerfen und auch noch zu meinen, im Dienst einer gerechten Sache zu handeln. Sie liefern mit diesem haltlosen Gebaren den Anlass für Zensur und dessen Rechtfertigung.

Lange her, dass es als schlechter Charakter galt, sich so zu verhalten.

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
volmer mona
volmer mona
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

Wieso wurde die erste Klage der Hafenanwälte von einer erfahrenen Staatsanwältin abgelehnt, mit der Begründung, sie sähe keine Straftat? Wieso wurde dann ein ganz junger unerfahrender Staatsanwalt nach Göttigen berufen, der dann die Klage angenommen hat?? Wieso hat der Staats-Anwalt John mehr als 30 Mal ( was sehr ungewöhnlich ist)mit den Hafenanwälten telephoniert, ohne die Telephonate zu protokolieren? Wieso wurde Reiner Füllmicht nie die Möglichkeit gegeben, wie ja sonst normal ist, zu der Klage Stellung zu nehmen?

Goalive
Goalive
Antwort an  volmer mona
1 Monat zuvor

Ich schliesse mich hier Herrn Alschners Antwort vollumfänglich an.

Goalive
Goalive
Antwort an  volmer mona
1 Monat zuvor

Im Detail zu Ihren Fragen:

1. Die besagte Staatsanwältin hat keine erste Klage der Hafenanwälte abgelehnt – es gibt nur die Anzeige der Hafenanwälte vom 2.9.22, auf der das derzeitige Verfahren basiert. Die Staatsanwältin hatte von Amts wegen (!) bezogen auf Geldwäscheverdacht ermittelt. Diesen Verdacht hat sie zurückgewiesen. Sie hat nicht wegen Untreue ermittelt.
Das ist für Laien schwer zu differenzieren. Wenn ein Staatsanwalt z.B feststellt, dass Sie keine Fahrerflucht begangen haben, kann ein anderer bei einem ANDEREN Tatvorwurf durchaus zum Schluss kommen, dass Sie dringend tatverdächtig sind.

2. Die enge Zusammenarbeit von Justus Hoffmann und Antonia Fischer mit Staatsanwalt John wurde in den Vernehmungen der beiden von diesen selbst freimütig zugegeben und beschrieben. Eine solche Zusammenarbeit ist ungewöhnlich – die Frage ist, ob sie auch illegal ist?

3. Füllmich wurde anscheinend mit dem fadenscheinigen Vorwurf einer Bedrohung durch ihn nicht gehört. Allerdings fragte die Polizei mehrfach in dessen Kanzlei nach ihm (sagte RA Wörmer) worüber Füllmich sich in einer seiner Shows noch lustig machte. Zumindest war es naiv zu übersehen, dass da ‚etwas im Busch‘ ist.

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
Goalive
Goalive
1 Monat zuvor

Hier noch ein, wie ich finde: lesenswerter und sachkundiger Beitrag von Gordon Pankalla zum aktuellen Stand des Verfahrens:
https://www.anwalt-pankalla.de/news-urteile/der-corona-clan/

Goalive
Goalive
1 Monat zuvor

Inzwischen liegt eine ernstzunehmde Prozessberichterstattung vom 11. Prozesstag vor:
https://m.youtube.com/watch?v=cM1nEOw8mq8

Ich habe diesen Prozess von Anfang an verfolgt mit allen Informationen, die verfügbar waren. Der 11. PT handelt vom 1. Teil der Vernehmung von Tobias Weissenborn, seine Vernehmung soll am 3.5.24 fortgesetzt werden. Zudem habe ich das Interview von Bittel mit der Anwältin Füllmichs zu diesem PT gehört.

Weissenborn wurde hier insbesondere über die Zeit befragt. In der er das Anderkonto für die Vierergesellschaft führte, ca. Nov 20 – Anfang März 21. Er führte nur das Konto, nicht die Buchhaltung – zu diesem Zweck gab er die Auszüge an die Kanzlei Füllmich weiter.

Aus der Protokollierung Weissenborns und der Aussage Wörmers sind mir zwei Aussagen aufgefallen:

1. Weissenborn betont, dass er alle Rechnungen, die von VF kamen, Füllmich zur Freigabe vorgelegt habe, bevor er überwiesen habe.
2. Wörmer erwähnt, dass es Füllmich gewesen sei, der die Zahlung auf ein Treuhandkonto des Notars (Notaranderkonto) abgelehnt habe.

Nach den 11 Tagen habe ich den Eindruck gewonnen, dass es im Nebel organisatorischer Verwerfungen möglich war, unter Vorgabe vermeintlich edler Zwecke seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen oder zu begünstigen, und dass das auch geschehen ist.

Last edited 1 Monat zuvor by Goalive
Goalive
Goalive
Antwort an  Goalive
1 Monat zuvor

Noch ein Quercheck zu Viviane Fischers Fragen. Jene zu Beginn, die sich auf Darlehn und Bonität Füllmichs beziehen und auch zum Empfänger dr Gelder nach Auflösung seines Anderkontos, sind ‚ungefähr‘ gestellt und beantwortet worden : Empfänger war die Kanzlei Füllmich. Die Bonität Fs schätzt W mehrfach positiv ein. Das ist erstaunlich, denn
1. hatte Ws Anderkonto den Anlass, dass Fs Konto gekündigt worden war (Aussage) – der Grund blieb offen, Zahlungsunfähigkeit ist möhlich. Die STA hat gegen Füllmich auch wegen Subventionsbetrug ermittelt – dieser Vorwurf ist nicht vom Tisch – und herausgefunden, dass seine Kanzlei ca. 100.000 verschuldet war in dieser Zeit.
Es könnte sich also die Frage stellen, ob die hastig mögliche Umwandlung der Kanzlei in ein Callcenter mit 1st level support nicht zur Sanierung der Kanzlei F willkommen war und deswegen der Vorschlag von Antonia Fischer, eine Sekretärin für Mails und Telefonate einzustellen, brüsk zurückgewiesen wurde: seine Kanzlei brauchte dringend Geld.

2. Zum anderen hat F die 500.000 dringend benötigt, denn die Bank hatte sein Darlehn für das Haus nicht verlängert – er hat also 500.000 für die Rückzahlung des Darlehns verwendet bzw. verwenden müssen(Aussage). Ohne die 500.000, die er ‚vor dem Staat in Sicherheit‘ brachte, hätte die Bank zwangsversteigert, was den Erlös massiv gemindert hätte.

So kams, dass wundersamerweise die Rettung des SCA aufs Schönste mit der Rettung aus seinen klammen Verhältnissen harmonierte.

Das i-Tüpfelchen, dass er den Erlös des Hauses ‚lieber‘ auf einem Konto in Mexiko haben wollte als auf dem Treuhandkonto des Notars. Das hat ja nun nicht geklappt, und man darf gespannt sein auf die Aussage von Templin, dem ich legal nachvollziehbare Absichten unterstelle, die derzeit nicht bekannt sind.

Bin für Gegenargumente offen, aber es sieht immer noch nicht so aus, als ob F ein Heiliger wäre…

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