15
Dez 2020

Studie: Geimpfte Kinder häufiger zum Arzt als ungeimpfte

Thema: Gesundheit & Politik

Kaum ein Thema ist im Gesundheitswesen klarer definiert als das Thema Impfung. Wer es wagt, Fragen zu stellen, sieht sich unmittelbar mit dem Stigma eines Impfgegners belegt. Impfung ist eine der größten Segnungen der modernen Medizin, so heisst es. Impfungen sind notwendig, um die Bevölkerung vor schweren Erkrankungen zu schützen. Und sie sind natürlich sicher, sonst wären sie auch nicht zugelassen worden. Stimmt das?

Eine neue Studie aus den USA liefert nun weitere Ergebnisse, die Beobachtungen stützen, wonach ungeimpfte Kinder nicht nur nicht ungesünder sind als geimpfte Altersgenossen, sondern sogar weniger krank zu sein scheinen.

Der Kinderarzt Dr. Paul Thomas aus Portland im US-Bundesstaat Oregon hat über zehn Jahre mehr als 3000 Kinder beobachtet, die von Geburt an seine Patienten waren. 2763 dieser Kinder hatten auf Wunsch der Eltern eine oder mehrere Impfungen erhalten (Höchstwert 39 Impfungen in zehn Jahren). 561 Kinder blieben auf Wunsch der Eltern ungeimpft. Diese Kinder hatten im Laufe der Studiendauer signifikant weniger Arztbesuche für eine lange Reihe von medizinischen Diagnosen.

Grafische Darstellung der kumulierten Arztbesuche nach Diagnosen von geimpften Kindern (Orange) und ungeimpften Kindern (blau).

»Wir können daraus schließen, dass die ungeimpften Kinder in dieser Praxis im Ergebnis nicht weniger gesund sind als die geimpften und dass im Gegenteil die geimpften Kinder deutlich ungesünder zu sein scheinen als die ungeimpften.«

“We can conclude that the unvaccinated children in this practice are not, overall, less healthy than the vaccinated and that indeed the vaccinated children appear to be significantly less healthy than the unvaccinated.”

Dass die Sicherheit von Impfstoffen, nur eine relative Größe ist, hat 2017 der dänische Wissenschaftler und Arzt Peter Aaby festgestellt. Er ermittelte aus nahezu vierzig Jahren Impfdokumentation in Guinea-Bissau, dass Impfungen zwar gegen die jeweiligen Erreger schützen, allerdings um den Preis einer erhöhten allgemeinen Sterblichkeit bei anderen Erkrankungen: Geimpfte Kinder haben im Vergleich zu ungeimpften nach den Forschungsergebnissen von Aaby ein um den Faktor fünf erhöhtes Risiko, an sonstigen Ursachen zu versterben!

Die Erkenntnisse von Dr. Thomas werden von ihm nicht überbewertet. Er wendet sich gegen eine vorschnelle Generalisierung der Erkenntnisse aus seiner Praxis. Allerdings fordert er, weitere Untersuchungen nach ähnlichem Muster, also den Vergleich der retrospektiven medizinischen Daten von geimpften und ungeimpften Kindern.

Diese Forderung macht Sinn, und sie wäre vergleichsweise einfach umzusetzen. Auch in Deutschland, wo es seit der Abschaffung der Pockenschutzimpfung im Jahr 1976 keine Impfpflicht gab. Erst 2020 wurde die Masernschutzimpfung verpflichtend wieder eingeführt. Ein Vergleich der gesundheitlichen Entwicklung von geimpften und ungeimpften Kindern sollte auch in Deutschland von hohem Interesse sein.

Allerdings hat das Thema Sicherheit von Impfstoffen selbst unter Corona-Bedingungen anscheinend nur eine relative Bedeutung. Und Protagonisten, die diese Forderungen stellen, können sich auf einigen Gegenwind einstellen, wie auch Dr. Paul Thomas berichten kann: er bekam kurz nach der Vorstellung seiner Studienergebnisse Ärger mit der Ärztekammer von Oregon. Ihm wurde Pflichtverletzung u.a. im Umgang mit einem Tetanus-Patienten vorgeworfen und seine Praxis bis zum Abschluss einer eingeleiteten Untersuchung geschlossen.

In dem Fall ging es allerdings nicht um Behandlung durch Dr. Thomas, sondern um die Entlassung eines Patienten aus der Unfallklinik, für die die Angabe eines behandelnden Arztes notwendig war. Alle Kinderärzte hatten es abgelehnt, die Behandlung zu übernehmen, weil die Familie Impfungen ablehnte. Dr. Thomas hat den Patienten angenommen und die Nachbehandlung des Tetanus-Falles ohne Impfung auf Wunsch der Eltern übernommen. Dies wird ihm nun zum Vorwurf gemacht. Dem Patienten selbst geht es nach eigener Aussage wieder gut.

Abschreckung, wie auch im Fall von Dr. Andrew Wakefield, dessen Studien zum Zusammenhang von Autismus und dem Dreifach-Impfstoff MMR fünf Jahre lang die Welt der Wissenschaft und Medizin bewegten, bis im Jahr 2004 plötzlich falsche und vordergründige Vorwürfe konstruiert wurden. Und zwar zunächst von einem Journalisten der Sunday Times. Was bis heute kaum beleuchtet wurde: Die Sunday Times gehört zum Verlagsimperium der Murdoch-Familie. James Murdoch wurde 2009 zum Vorstand eines Impfstoff-Herstellers berufen, der eine Klagewelle wegen des Impfstoffs zu verlieren drohte…


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[…] Geimpfte Kinder häufiger zum Arzt als ungeimpfte.Online verfügbar unter https://alschner-klartext.de/2020/12/15/studie-geimpfte-kinder-haeufiger-zum-arzt-als-ungeimpfte/, 15.12.2020.Abstract:Kaum ein Thema ist im Gesundheitswesen klarer definiert als das Thema Impfung. […]

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