11
Nov 2022

Unheilvolles am 9. November in München

Thema: Gesundheit & Politik

Warum? Warum wird hartnäckig versucht, die Protestbewegung, die seit nun bald drei Jahren gegen unverhältnismäßige Grundrechtseinschränkungen auf die Straße geht, zu framen als rechtsextreme Neo-Nazis? So geschehen in der Berichterstattung über die von Rechtsanwalt Markus Haintz organisierte Demonstration für die Forderung der Freilassung politischer Häftlinge am 9. November in München.

Die Antwort auf diese Frage dürfte auf der Hand liegen: Nichts schreckt deutsche Bürger mehr als die Erinnerung an das Trauma, welches die Nazis über Deutschland, Europa und die Welt gebracht haben. Es schreckt sie so sehr, weil nur wenige in Deutschland wissen, dass die Nazis ebensowenig vom Himmel gefallen waren wie Auschwitz und der Holocaust. Aufstieg und Macht der Nazis waren das Ergebnis einer langen Entwicklung und intensiver Vorbereitung, wie unter anderem Anthony Sutton und Hermann Ploppa herausgearbeitet haben.

Ohne dieses Wissen wirkt Schuld stärker als Verantwortung auf der Seele der Menschen, weshalb das Bedürfnis nach Verdrängung so groß ist. Alles, was mit Nazis, alten oder neuen, in Verbindung zu stehen scheint, wird gemieden wie das Weihwasser vom Teufel. Um eine Bevölkerung weiter in ihren Freiheiten einschränken zu können, ist neben der konstanten Angst-Propaganda, welche von politisch oder wirtschaftlich abhängigen Medien unablässig verbreitet worden ist, die Diskreditierung von Kritikern die zweite notwendige Bedingung.

BILD macht Stimmung. Querdenker gehen auf die Straße. Am Jahrestag der Reichprogromnacht. Unschöne Zeilen, weil sie Bilder im Kopf der Leser erzeugen, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

Diskreditierung ist jedoch genau das, was die BILD-Zeitung in München mit den Veranstaltern und den Teilnehmern am Tag nach der Demonstration veranstaltet. In einem Satz formuliert das Boulevard-Blatt das Framing: Querdenker gehen auf die Straße. Am Jahrestag der Reichprogromnacht. Und die Polizei führt “ausgerechnet” den “jüdischen Ex-Stadtrat” ab. Unschöne Zeilen sind dies, denn sie haben wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun.

Veranstalter Haintz hatte sich vor Beginn der Versammlung ganz klar von allen Versuchen distanziert, die Veranstaltung “rechts” zu unterwandern. Es wurde klipp und klar gesagt, dass den Ausschluss von der Veranstaltung riskiert, wer sich gerade am 9. November verfassungsfeindlich oder rechtsextrem verhalte oder irgendwelche  Vergleiche mit der Judenverfolgung im Dritten Reich ziehe.

Wie Haintz weiter erklärte, gab es Befürchtungen, dass durch eingeschleuste Provokateure „Bilder erzeugt“ werden sollten. Er selbst habe dann “ein #FreeAssange Plakat, auf dem auch ein Davidstern zu sehen war” in Gegenwart des Politikers Offmann an die Polizei übergeben. Dies sei noch vor Eröffnung der Versammlung geschehen. Details, die in der BILD-Berichterstattung fehlten.

Fair ist etwas anderes.


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Peter Meyer
Peter Meyer
21 Tage zuvor

Das beobachtete Verhalten ist nicht ungewöhnlich, denn es existiert seit Jahrtausenden.
Menschen entwickeln sich in Phasen. Nach der Pubertät folgt beispielsweise die Konformität. In ihr sind die Bewältigungsstrategien der Realität Introjektion und Projektion.
Im Mittelalter wurden Menschen beispielsweise willkürlich als Hexen bezeichnet und verfolgt, weil sie vermeintlich die Gemeinschaft stören würden.
Introjektion bedeutet: der Einzelne übernimmt die Normen, Definitionen, Werte oder Überzeugungen von der Gemeinschaft, der er sich zugehörig fühlt.
Die Überzeugung, es seien Hexen, hat der Einzelne von seiner Gemeinschaft übernommen, ohne es zu hinterfragen. Denn Hinterfragen bedeutet die eigene Zugehörigkeit zur Gemeinschaft zu riskieren. Dieses Risiko einzugehen, erfordert einen persönlichen Entwicklungsschritt – Rationalität folgt der Konformität.
Daher wiederholen sich nur die Muster, die jetzt beobachtet werden.